Venezuela |
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Merida in den Anden - die 1. Station |
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| Merida, eine Universitätsstadt auf einem Hochplateau (1600 Meter) in den Anden, ist als erste Station zu empfehlen. Man findet ein gemäßigtes Klima, genügend Unterkunftsmöglichkeiten und Tourbüros und kann sich in aller Ruhe an das pulsive Venezuela gewöhnen und dazu noch die beeindruckende Kulisse der schneebedeckten Gipfel Pico Bolivar und Pico Humboldt geniessen. |
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| Blick auf Merida | Die Posada Alemania |
| Als Unterkunft in Merida empfehle ich die Posada Alemania. Markus kümmert sich um alle Gäste, gibt Tipps und organisiert auf Wunsch auch Touren. Im schönen Innenhof läßt es sich gemütlich sitzen und man trifft auf Travellers verschiedener Nationalitäten. Hier kann man in aller Ruhe seine Touren planen - das absolute Muß - ein Zwei-oder Mehrtagestrip nach Los Nevados! Aber unbedingt einen Tag vorher erkundigen, ob die Seilbahn El Teleferico fährt. Um sich langsam an die Höhe zu gewöhnen, eignet sich eine leichte Tagestour zur Laguna Negra. |
| Tagestour zur Laguna Negra |
| Der Ausgangspunkt befindet sich an einem Rastplatz auf einem Paß (ca. 3500 m). Bequem und einfach erreicht man den Paß mit Linienbussen bzw. Sammeltaxis von Merida. Hier sollte man sich unbedingt nach dem letzten Bus zurück erkundigen. Auf meist guten Wegen erreicht man nach ca. 2 Stunden die Lagune mit einem kleinem Picknickplatz. |
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| Auf dem Weg zur Laguna Negra |
| Hier kann es an Wochenenden schon mal recht voll sein. An der rechten Seite führt ein kleiner Trampelpfad zum anderen Ende der Lagune. Eingerahmt von riesigen Felswänden und einem kleinen Wasserfall, der die Lagune speist kann man es hier stundenlang aushalten. |
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| Die Laguna Negra |
| Selten verirrt sich ein Wanderer auf diese Seite und stört die traumhafte Ruhe. Man kann die über 3000 Höhenmeter ausgiebig genießen und die kreisenden Raubvögel beobachten. Der Rückweg am Nachmittag verläuft oft durch aufkommende Nebelfelder und dann kann es auch recht kühl werden. Sollte der Bus schon weg sein, kann man nur auf einen freundlichen Autofahrer hoffen. (Das klappt aber definitiv) Hat man diesen Tag in der Höhe gut überstanden, kann man die nächsten Touren planen. |
| Mehrtagestour nach Los Nevados |
| Mit der höchsten und längsten (12,5 km) Drahtseilbahn der Welt geht es in ca. 1 Stunde von 1577 Meter auf 4045 Meter zur Station Loma Redonda. Früh aufbrechen, da der Andrang schon mal sehr groß sein kann und Paß nicht vergessen! Guardia Civil notiert jeden, der nach Los Nevados aufbricht und wie lange man gedenkt zu bleiben. Man sollte sich also wieder zurückmelden! Viel Zeit sich an die Höhe zu gewöhnen hat man nicht, da man nach Los Nevdos 6 bis 7 Stunden einplanen muss und es wirklich besser ist, den Weg im Hellen zurückzulegen. Das erste Stück geht es bergauf - und das ist wirklich eine Tortur - bis man einen kleinen Kamm mit Gipfelkreuz erreicht - der höchste Punkt der Tour. Bis hier gehen einige der Tagesausflügler (die meisten schaffen es noch nicht mal bis hier) und man genießt atemberaubende Blicke auf die drei höchsten Gipfel, Pico Bolivar (5007 m), Pico Humboldt (4942 m) und Pico Bompland (4883 m). |
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| Auf dem Weg nach Los Nevados |
| Auf stark ausgetretenen Mulipfaden (teilweise viel Geröll) geht es dann nur noch bergab, erst an der rechten Hangseite bis zu einer Talsohle, wo ein kleiner Bach zu überqueren ist, um dann die Tour auf der anderen Seite in endlosen Serpentinen bis nach Los Nevados fortzusetzen. Auf dieser Seite sind einige Gabelungen, wo der Weg nicht immer ganz eindeutig ist - immer die äußeren Pfade benutzen (Vielleicht stehen inzwischen Wegweiser!). Das Erblicken der ersten Dächer ist ein wahres Glücksgefühl und mobilisiert die letzten Kräfte. Gleich am Dorfeingang befindet sich eine kleine Posada mit einigen Mehrbettzimmern und Doppelstockbetten, einfach und sauber. Ein typisch deftiges Abendbrot und Frühstück in der rußgeschwärzten Küche sind ein unvergessliches Erlebnis. Auch ein gekühltes "Polar" steht bereit. |
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| Los Nevados |
| Es gibt noch einige andere Unterkunftsmöglichkeiten, wer aber Komfort und den "Italiener" an der Ecke sucht, sollte auf die Tour nach Los Nevados verzichten. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein und man fühlt sich wie in einer anderen Welt. Zentraler Treffpunkt ist der Plaza Bolivar und wird man irgendwo spontan zu einem Kräutertrunk eingeladen; sollte man auf gar keinen Fall ablehnen. Für den Rückweg gibt es noch eine andere Variante. Los Nevados wird mit Jeeps über eine abenteuerliche Piste mit Waren des täglichen Bedarfs versorgt. Gegen einen kleinen Obulus kann man mit den Jeeps nach Merida zurückfahren. Es wird aber nicht täglich gefahren und keiner kann genau sagen ob ein Jeep kommt. Muß man am Abend unbedingt in Merida sein, sollte man früh lieber in Richtung Seilbahn aufbrechen. |
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| Los Nevados |
| Hat man genug von den Bergen, gibt es von hier verschiedene Möglichkeiten, eine Tour in die Los Llanos zu buchen. Sehr gute Erfahrung habe ich mit Cachicamo C.A. gemacht. Eine Mehrtagestour mit Übernachtung auf einer kleinen Finca. Hier sollte man schon auf die Tourbüros zurückgreifen und nicht auf eigene Faust losziehen, da diese kleinen Fincas sonst kaum zu erreichen sind. Auch bietet es sich prinzipiell bei Touren an, auf die Rückfahrt zu verzichten und an einer größeren Stadt am Busterminal auszusteigen und das als Startpunkt für das nächste Ziel nutzen. |
| Zum Betrachten der Fotos - einfach anklicken. Java Script muss aktiviert sein ! |
| Weitere Stationen dieser Tour durch Venezuela |
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